Kreuzträger für Karfreitag gesucht


Von Hans-Peter Brack, Ortsausschuss Sankt Josef
Das große Kruzifix unserer Pfarrkirche kam anlässlich der Volksmission des Jahres 1895 in unseren Besitz. Es ist ein Werk des Bornheimer Holzbildhauers Joseph Schnitzer, dem wir in unserer Kirche nicht nur dieses Kunstwerk zu verdanken haben.
Er schuf es nach dem Vorbild des Christus des Kreuzaltars in der Frankfurter Leonhardskirche. Mit dem Bau der Neuen Josefskirche wurde das Missionskreuz im Jahre 1932 auf einen zwischen dem Chorraum der Neuen
Josefskirche und der Alten Josefskirche errichteten Lettner gestellt. Die Renovierung der Kirche im Jahr 1963 brachte es mit sich, dass dieser Lettner abgebrochen wurde. Und mit diesem Abbruch verschwand unser Missionskreuz für lange Jahre auf dem Speicher. Erst in der Folge der Renovierung und Sanierung der Pfarrkirche im Jahr 1992 gelangte das annähernd lebensgroße Kruzifix wieder in unsere Kirche. In diesem Jahr erhielt das Kreuz auch seine heutige farbliche Fassung und hängt seitdem in der Apsis der Alten Josefskirche.
Was lag nach seiner Renovierung näher, als dieses ausdrucksstarke Kunstwerk Jahr für Jahr am Karfreitag in eindrucksvoller Prozession zur Kreuzverehrung zu tragen. Allein schon die Größe des Missionskreuzes und die naturalistische Farbfassung des Korpus bringen den Gläubigen die Kreuzigung Christi näher.
Ehrenvolle Aufgabe
Neben anderen Gruppen hatten in der Vergangenheit häufig Mitglieder des Pfarrgemeinderats von Alt St. Josef und in dessen Nachfolge Mitglieder des Ortsausschuss von Sankt Josef unser Missionskreuz zur Verehrung getragen. Wir denken, dass sich nach vielen Jahren der Kreuztragung durch Pfarrgemeinderat bzw. Ortsausschuss auch andere Gruppen der Gemeinde oder auch fünf bis sechs Einzelpersonen angesprochen fühlen könnten, das Kreuz zur Verehrung zu tragen. Eine Alternative zum Tragen dieses recht großen Kreuzes wäre die Kreuzverehrung mit einem deutlich kleineren Kruzifix. Dies wäre zwar deutlich leichter zu handhaben, wäre aber lange nicht so eindrucksvoll. Es könnte nicht an das bildhafte Zeichen des Missionskreuzes heranreichen.
- Unsere Werbung gilt allen, die sich kräftig genug fühlen, diese für die Karfreitagsliturgie wichtige Aufgabe zu übernehmen. Bei Interesse bitte bei unserer Pastoralreferentin, Frau Gerlitzki entweder telefonisch unter der Nummer 40 56 588 10 oder per Email s.gerlitzki@stjosef-frankfurt.de bis zum 14. April melden.